Kindertrolley

Die Schulranzen werden immer schwerer und die Wirbelsäulenschäden bei Schülerinnen und Schülern ist bekannt. Daher wurde eine Alternative zu herkömmlichen Schulranzen entwickelt, die es den Schülern überlässt, diesen Kindertrolley entweder wie einen Schulranzen auf der Schulter zu tragen, oder ihn einfach als Kinder- oder Schultrolley zu verwenden, indem man am Teleskopgriff zieht und den rollenden Schulranzen damit hinter sich nachzieht. Manche Kids spielen natürlich damit und schieben den Kindertrolley einfach vor sich her. Wenn sich die Eltern für die Anschaffung von einem Kindertrolley entscheiden, sollten sie auf jeden Fall das Kind zur Anprobe mitnehmen und austesten, ob der Tragekomfort des Kindertrolley als Schulranzen auch in Ordnung ist. Da darf kein Schultergurt zu dünn oder zu wenig gepolstert sein und am Rücken sollte kein Metallrahmen gespürt werden. Denn der würde das Kind drücken, wenn es den Kindertrolley wie einen Ranzen umschnallt. Ein Kindertrolley ist sehr geräumig und bietet sowohl innen mehrere Fächer in die man auch große Mappen verfrachten kann und außen über vieleTaschen, die mit einem Zipp verschlossen werden kann.

Trolleys gibt es auch im Kinderset – so beispielsweise mit Schüttelpennal, Geldbörse und vielleicht noch einer separaten Tragetasche natürlich alles im selben Design und in der selben Farbe. Die Kindertrolleys haben einen festen Boden, der bei Schulranzen nicht vorhanden ist, daher sind Schulranzen für Kinder auch oftmals schwerer zu tragen als würde man sich gleich einen Kindertrolley umschnallen, denn dann hat man ja beide Alternativen – und sollte das Tragen zu schwer werden, dann kann man den Kindertrolley ja immer noch rollend fortbewegen.

Kindertrolley – nur eine modische Erscheinung?



Auf dem Weg zur Schule sieht man immer öfter kleine Kinder, die statt eines Ranzens einen Kindertrolley mit sich ziehen. Doch diese befinden sich natürlich nicht auf dem Weg zum Bahnhof und schon gar nicht zum Flughafen, sondern transportieren in ihren kleinen Koffern dasselbe, was sich auch im guten alten Schulranzen findet: den Weltatlas, das Lesebuch, Stifte und Zettel, Hefte, das Pausenbrot – und die Spielkarten.

Handelt es sich dabei mal wieder um einen modischen Trend, der die Kinder hipper aussehen lassen will und den Lifestyle der Eltern widerspiegelt, immer auf dem Absprung, gestern noch New York, heute Grundschulbank, dritte Reihe?
Weit gefehlt! Ganz im Gegenteil sind Kindertrolleys Ausdruck eines gestiegenen Gesundheitsbewusstseins unter den Deutschen. Seit die Ärzte festgestellt haben, dass Rückenleiden zur Volkskrankheit Nummer eins avanciert sind, wurde intensiv über Behandlungen, aber besonders auch über Prävention diskutiert.

Dabei, so der Schluss, kann man eigentlich kaum früh genug anfangen. Denn das A und O gegen Rückenschmerzen ist trainierter Rücken und eine gerade, stabile Wirbelsäule. Genau hier liegt die Ursache des vermeintlichen Trends. Denn Kindertrolleys entlasten die Wirbelsäulen der Schüler, die ihre meist viel zu schweren Schultaschen nicht mehr auf dem Rücken tragen müssen.

Denn auf Grund der gestiegenen Zahl der Fächer ist es fast unmöglich geworden, die Faustregel einzuhalten, maximal zehn Prozent des Körpergewichts noch einmal zusätzlich auf den Rücken zu packen.

Ehe man also über Modeerscheinungen oder Gesundheitswahnsinn nachdenkt, sollte man hinterfragen, ob ein Kindertrolley nicht vielleicht auch für das eigene Kind eine gesündere Alternative wäre. Denn in diesem Alter sind die Wirbelsäulen besonders leicht verformbar.